Herz gegen Kopf - Kopf gegen Wand.
Und alles was letzendlich meine Seele streift, hinterlässt tiefe Wunden in ihr die zu vernarbten Gebilden verwachsen. Ohne nachzudenken öffne ich meine Seele der Außenwelt ohne das Gefühl zu haben, dass der Verstand der Menschen soweit reicht, dass sie erkennen was ich fühle.
Die tiefe Verzweiflung reißt mich jede Nacht aus dem Schlaf, ich schrecke auf und senke meinen schnell atmenden Körper wieder auf die durchgelegene Matraze.
Ich verliere meinen Kopf und mit ihm meine Gedanken und meine Gefühle, die ich von Tag zu Tag aufschreiben und verbrennen möchte. Ich wünsche mir ein Mensch zu sein, ein Mensch der wenig weiß und wenig denkt.
Doch die Gedanken halten meinen Kopf auf meinem Körper und ich beginne mich selbst zu schädigen. Ich werde gebrechlich und ruhelos, ich werde wild vor Wut und starr vor Angst und wenn ich damit fertig bin, ist für die Anderen nichts gewesen.
Ich sitze auf einem Stuhl und weine in mich hinein auf der Suche nach meinem Ich. Es gefunden zu haben, versetzt mich in Angst und ich beginne zu schluchzen.
Ich übergebe mich vor Tränen, weil meine Gedanken mir die Luft abschnüren und mir immer tiefer in die Adern klettern.
Mein Körper schleudert sich von einer Ecke in die andere und alles was ich sehen will ist das Blut an der Wand, was mein Ich mit erhobenem Haupt dort verteilt hat.
Mit tiefer Trauer bewältige ich mein Leben und ich weiß nicht wie ich meine Gefühle beschreiben soll.
Bin ich etwa depressiv? Oder vollkommen aus dem Leben herausgerissen? Niemand weiß was zu tun ist, alles ist hektisch und wenn es ruhig ist, dann ist es trotzdem schnell.
Gefühlswandel. Gefühlsarmut. Gefühltragödie. Gefühlsleer.
Werde ich eine Spielfigur in eurem Schachspiel, welches sich in eurem Labyrinth aus Freundschaft verbirgt?